Bilanz zum House of Galleries 2026

 

Das innovative Kunstformat „House of Galleries“ zieht nach seiner zweiten Ausgabe im TRIANON eine positive Bilanz. Mit über 5.000 Besucherinnen und Besuchern sowie vielen Verkäufen festigt die Veranstaltung ihre Position als Impulsgeber für den deutschen Kunstmarkt zum Jahresauftakt.

Hohe Besucherresonanz und neue Zielgruppen

Rund 5.000 Kunstinteressierte nutzten die vier Programmtage, um die Einzelausstellungen der 43 Galerien in den Etagen 42 bis 44 des TRIANON-Hochhauses zu entdecken und Kunstwerke zu erwerben. Die Konzentration auf eine künstlerische Position pro Galerie wurde dabei von den Besucherinnen und Besuchern geschätzt; bietet sie doch eine Klarheit und zugleich die Möglichkeit, das Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers umfassender kennenzulernen.

Das Konzept, dass die teilnehmenden Frankfurter Galerien jeweils eine neue Partnergalerie von außerhalb einladen, trägt dazu bei, dass die Gäste immer neue Galerien und künstlerische Positionen entdecken können. Besonders positiv hervorgehoben wurde die Präsenz einer jungen Sammlergeneration: Viele Besucher in der Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen unterstrichen das Potenzial für Nachwuchssammler. Zudem verzeichnete das Format ein erfreulich hohes Interesse seitens institutioneller Besucherinnen und Besucher.

Wirtschaftlicher Erfolg und inhaltliche Präzision

Ein Großteil der teilnehmenden Galerien berichtet positiv von den Verkaufszahlen und Neukontakten. So beispielsweise Heike Tosun von der Berliner Galerie Soy Capitán: „Wir haben House of Galleries als ungewöhnlich konzentriert erlebt. Ein offenes Publikum, viel Austausch und eine sehr einladende Stimmung. Besonders wertvoll war für uns, neue Sammlungen zu gewinnen und neue Verbindungen aufzubauen.“

Auch für junge Positionen erwies sich das Konzept als fruchtbar. Aileen Treusch von der Frankfurter Galerie 3AP erklärt: „Als junge Galerie setzen wir auf inhaltliche Präzision statt auf reine Präsenz. Besonders spannend war für uns, wie unsere Solopräsentation im Zusammenspiel mit den Beiträgen anderer Galerien Gespräche, neue Kontakte und Verkäufe hervorgebracht hat. Der partnerschaftliche Austausch vor Ort hat dies ebenso gestärkt.“

Pay Matthis Karstens von der Berliner Galerie Judin ergänzt: „Ein überraschend stimmiges und stimmungsvolles Format, das erfahrene Sammler und neue Kunstbegeisterte gleichermaßen anzog. Mit einer Verkaufsrate von zwei Dritteln war das House of Galleries für uns auch kommerziell sehr zufriedenstellend. Wie schön, dass sich der Mut, das Format 'Messe' neu zu denken, auszahlt.“

Philipp Fürhofer präsentierte im House of Galleries seine dreidimensionalen Werke aus Glas, Spiegeln, Licht und Malerei, die sowohl als Leuchtkästen als auch als Gemälde funktionieren.

Ein Format mit Zukunft

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg waren die attraktiven Rahmenbedingungen: Die Standgebühren lagen unter jenen herkömmlicher Messeformate, was maßgeblich zur hohen Akzeptanz beitrug. 78 % der Galerien gaben an, dass sich das „House of Galleries“ unternehmerisch gelohnt hat; 95 % wollen in Zukunft erneut teilnehmen.

Henning Fiebach von fiebach, minninger aus Köln bilanziert: „Schon mit der zweiten Ausgabe hat sich das „House of Galleries“ fest etabliert. Mit Zunahme der dritten Etage im TRIANON ist jetzt eine ideale Größe gefunden. Die gute Organisation, der Besucherandrang und deren Interesse lassen hoffen, dass es an diesem wunderbaren Ort weitergeht.“

Die Frankfurt Art Experience findet nun ihre Fortsetzung im traditionellen Saisonstart der Frankfurter Galerien, der vom 4. bis 6. September 2026 stattfinden wird.


 
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