Reflections / Neuland
14.08.2026 - 25.09.2026
Nico Sawatzki, Christopher Kieling, Raphael Paulun
E30 Gallery
In der E30 Gallery im Nordend sind aktuell zwei Ausstellungen zu sehen, die die Bandbreite und den Fokus der Galerie auf junge, zeitgenössische Kunst widerspiegeln.
„Reflections“ versammelt neue Arbeiten von Raphael Paulun (*1990). Im Zentrum stehen vor allem seine Selbstporträts, die durch eine ruhige, konzentrierte Bildsprache geprägt sind. Paulun arbeitet dabei konsequent mit dem eigenen Bild - er ist in allen Werken selbst präsent und nutzt das Selbstporträt als Ausgangspunkt seiner malerischen Auseinandersetzung.
Die Motive entstehen aus persönlichen Erinnerungen und inneren Reflexionsprozessen. Diese verbindet Paulun immer wieder mit philosophischen Fragestellungen sowie kunsthistorischen Bezügen, die subtil in die Bildstruktur einfließen.
Charakteristisch für seine Malerei sind die reduzierte Farbpalette, eine präzise Komposition und ein bewusst eingesetzter Umgang mit der Materialität der Ölfarbe. Daraus entstehen Bilder, die weniger auf unmittelbaren Effekt zielen als auf eine nachhaltige, stille Präsenz.
Paulun studierte an der Alanus Hochschule und war Meisterschüler von Prof. Andreas Orosz. In dieser Zeit entwickelte er eine eigenständige künstlerische Position, die genaue Beobachtung mit handwerklicher Souveränität verbindet. Für ihn ist Malerei ein Mittel der Auseinandersetzung - mit dem eigenen Bild ebenso wie mit grundlegenden Fragen von Wahrnehmung und Existenz.
Nico Sawatzki & Christopher Kieling – „Neuland“ Die zweite Ausstellung unter dem Titel „Neuland“ vereint Arbeiten des Regensburger Künstlers Nico Sawatzki und des Berliner Künstlers Christopher Kieling.
Christopher Kielings (*1988) aktuelle Arbeiten entstehen im Zusammenspiel digitaler und malerischer Prozesse. Ausgangspunkt ist häufig kunsthistorisches Bildmaterial, insbesondere aus der Renaissance wie zum Beispiel die Magdalena von Tizian, die er in 3D-Programme überführt, modelliert und weiterentwickelt. Fragmente dieser digitalen Konstruktionen bilden die Grundlage seiner Malerei.
Die Motive bewegen sich dabei bewusst an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion. Bekanntes wird verfremdet, aufgelöst und neu zusammengesetzt, wobei das isolierte Detail in den Fokus rückt.
Kieling verbindet präzise digitale Konstruktion mit kontrollierter malerischer Ausführung. Mit Ölfarbe überlagert er klare Formen mit fließenden Elementen und schafft so Bildräume, die zugleich strukturiert und offen wirken.
Er studierte Grafikdesign am Central Saint Martins College in London - ein Hintergrund, der seine klare, zugleich bewusst ambivalente Bildsprache prägt.
Nico Sawatzki (*1984) verwandelt Malerei in einen Schwebezustand zwischen Erinnerung und Wahrnehmung. Ausgehend von seiner Herkunft aus der Street-Art entwickelt er mit Acryl und Sprühlack vielschichtige Bildräume, in denen sich Konstruktion und Auflösung, Nähe und Ferne, Licht und Dämmerung permanent verschieben. Seine Arbeiten wirken wie atmosphärische Landschaften ohne festen Ort - offen für Projektionen, getragen von intensiver Farbigkeit und einer subtilen räumlichen Spannung.
In einem aufwendigen Schichtprozess entstehen Oberflächen, die er ausbaut verdichtet und wieder auflöst. Gerade diese Bewegung zwischen Setzen und dem bewussten Abtragen von Farbschichten verleiht seinen Werken eine außergewöhnliche Tiefe und persönliche Handschrift. Auch wenn sich in vielen seiner Arbeiten Landschaften erkennen lassen, interessiert Sawatzki nicht das Abbild dieser, sondern der emotionale Nachhall, Stimmungen, Fragmente und Erinnerungen.
Seit 2012 arbeitet der in Regensburg geborene Künstler freischaffend und ist mit Ausstellungen und Sammlungspräsenz international vertreten, unter anderem in den USA, Kanada und Südkorea. Heute verbindet seine Malerei die Direktheit urbaner Herkunft mit einer präzisen, poetischen Bildsprache, die zwischen Abstraktion und Erinnerung eine eigenständige, unverwechselbare Position einnimmt.In der E30 Gallery im Nordend sind aktuell zwei Ausstellungen zu sehen, die die Bandbreite und den Fokus der Galerie auf junge, zeitgenössische Kunst widerspiegeln.
„Reflections“ versammelt neue Arbeiten von Raphael Paulun (*1990). Im Zentrum stehen vor allem seine Selbstporträts, die durch eine ruhige, konzentrierte Bildsprache geprägt sind. Paulun arbeitet dabei konsequent mit dem eigenen Bild - er ist in allen Werken selbst präsent und nutzt das Selbstporträt als Ausgangspunkt seiner malerischen Auseinandersetzung.
Die Motive entstehen aus persönlichen Erinnerungen und inneren Reflexionsprozessen. Diese verbindet Paulun immer wieder mit philosophischen Fragestellungen sowie kunsthistorischen Bezügen, die subtil in die Bildstruktur einfließen.
Charakteristisch für seine Malerei sind die reduzierte Farbpalette, eine präzise Komposition und ein bewusst eingesetzter Umgang mit der Materialität der Ölfarbe. Daraus entstehen Bilder, die weniger auf unmittelbaren Effekt zielen als auf eine nachhaltige, stille Präsenz.
Paulun studierte an der Alanus Hochschule und war Meisterschüler von Prof. Andreas Orosz. In dieser Zeit entwickelte er eine eigenständige künstlerische Position, die genaue Beobachtung mit handwerklicher Souveränität verbindet. Für ihn ist Malerei ein Mittel der Auseinandersetzung - mit dem eigenen Bild ebenso wie mit grundlegenden Fragen von Wahrnehmung und Existenz.
Nico Sawatzki & Christopher Kieling – „Neuland“ Die zweite Ausstellung unter dem Titel „Neuland“ vereint Arbeiten des Regensburger Künstlers Nico Sawatzki und des Berliner Künstlers Christopher Kieling.
Christopher Kielings (*1988) aktuelle Arbeiten entstehen im Zusammenspiel digitaler und malerischer Prozesse. Ausgangspunkt ist häufig kunsthistorisches Bildmaterial, insbesondere aus der Renaissance wie zum Beispiel die Magdalena von Tizian, die er in 3D-Programme überführt, modelliert und weiterentwickelt. Fragmente dieser digitalen Konstruktionen bilden die Grundlage seiner Malerei.
Die Motive bewegen sich dabei bewusst an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion. Bekanntes wird verfremdet, aufgelöst und neu zusammengesetzt, wobei das isolierte Detail in den Fokus rückt.
Kieling verbindet präzise digitale Konstruktion mit kontrollierter malerischer Ausführung. Mit Ölfarbe überlagert er klare Formen mit fließenden Elementen und schafft so Bildräume, die zugleich strukturiert und offen wirken.
Er studierte Grafikdesign am Central Saint Martins College in London - ein Hintergrund, der seine klare, zugleich bewusst ambivalente Bildsprache prägt.
Nico Sawatzki (*1984) verwandelt Malerei in einen Schwebezustand zwischen Erinnerung und Wahrnehmung. Ausgehend von seiner Herkunft aus der Street-Art entwickelt er mit Acryl und Sprühlack vielschichtige Bildräume, in denen sich Konstruktion und Auflösung, Nähe und Ferne, Licht und Dämmerung permanent verschieben. Seine Arbeiten wirken wie atmosphärische Landschaften ohne festen Ort - offen für Projektionen, getragen von intensiver Farbigkeit und einer subtilen räumlichen Spannung.
In einem aufwendigen Schichtprozess entstehen Oberflächen, die er ausbaut verdichtet und wieder auflöst. Gerade diese Bewegung zwischen Setzen und dem bewussten Abtragen von Farbschichten verleiht seinen Werken eine außergewöhnliche Tiefe und persönliche Handschrift. Auch wenn sich in vielen seiner Arbeiten Landschaften erkennen lassen, interessiert Sawatzki nicht das Abbild dieser, sondern der emotionale Nachhall, Stimmungen, Fragmente und Erinnerungen.
Seit 2012 arbeitet der in Regensburg geborene Künstler freischaffend und ist mit Ausstellungen und Sammlungspräsenz international vertreten, unter anderem in den USA, Kanada und Südkorea. Heute verbindet seine Malerei die Direktheit urbaner Herkunft mit einer präzisen, poetischen Bildsprache, die zwischen Abstraktion und Erinnerung eine eigenständige, unverwechselbare Position einnimmt.