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Gruppenausstellung
Apr.
22
bis 9. Sept.

Gruppenausstellung

Streifzug durch Ostdeutsche Kunstlandschaften – von Brandenburg über Berlin und Leipzig bis nach Dresden. Unsere neue Gruppenausstellung vereint Malerei, Fotografie und Skulptur in unterschiedlichen künstlerischen Blickweisen.

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Jean-Claude Maier
Aug.
7
bis 6. Sept.

Jean-Claude Maier

AXIS MUNDI

07.08.2026 - 06.09.2026
Liu Zexuan
Jean-Claude Maier

Die Möglichkeit, durch zeitgenössische Künstler:innen neue und spannende Perspektiven zu gewinnen, ist außergewöhnlich. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Blick zudem geografisch deutlich erweitert.

Jean-Claude Maier hat insbesondere künstlerischen Positionen außerhalb Europas Raum gegeben – unter anderem aus Mexiko, Armenien, Angola, Thailand, Usbekistan, Südkorea, China, Simbabwe, dem Iran, den USA und der Türkei.

Zum Saisonstart zeigen wir die Ausstellung „AXIS MUNDI“ von Liu Zexuan.

In dieser Ausstellung setzt sich der Künstler mit den Geschichten, Überzeugungen und Erzählungen auseinander, die in und um Tibet entstanden sind, sowie mit der Art und Weise, wie sie die Wahrnehmung und Vorstellungskraft nach wie vor prägen.

Liu Zexuan hat daraus eine neue Serie von Arbeiten auf Papier geschaffen

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen individuellen Besichtigungstermin.

JEAN-CLAUDE MAIER präsentiert zeitgenössische Künstler aller Medien, die sich entweder am Beginn ihrer internationalen Karriere befinden oder an einem entscheidenden Wendepunkt ihres künstlerischen Werdegangs stehen. Die Ausstellungen werden unter anderem im Frieze Magazine und regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besprochen sowie fortlaufend in der Contemporary Art Library dokumentiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Galerie sind Gemälde der abstrakten Kunst von Theo Altenberg, Patricia Reinhart, Norbert Stefan, und Werke des Frankfurter Multimedia Künstlers Florian Adolph.

Wenn Sie Ihr Interesse an internationaler zeitgenössischer Kunst vertiefen möchten, freuen wir uns darauf, Sie zu den Veranstaltungen in der Galerie willkommen zu heißen. 

Öffnungszeiten:
Nach Vereinbarung

Kontakt:
Jean-Claude Maier
mail@jeanclaudemaier.com

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Nico Sawatzki, Christopher Kieling, Raphael Paulun
Aug.
14
bis 25. Sept.

Nico Sawatzki, Christopher Kieling, Raphael Paulun

Reflections / Neuland

14.08.2026 - 25.09.2026
Nico Sawatzki, Christopher Kieling, Raphael Paulun
E30 Gallery

In der E30 Gallery im Nordend sind aktuell zwei Ausstellungen zu sehen, die die Bandbreite und den Fokus der Galerie auf junge, zeitgenössische Kunst widerspiegeln.

„Reflections“ versammelt neue Arbeiten von Raphael Paulun (*1990). Im Zentrum stehen vor allem seine Selbstporträts, die durch eine ruhige, konzentrierte Bildsprache geprägt sind. Paulun arbeitet dabei konsequent mit dem eigenen Bild - er ist in allen Werken selbst präsent und nutzt das Selbstporträt als Ausgangspunkt seiner malerischen Auseinandersetzung.

Die Motive entstehen aus persönlichen Erinnerungen und inneren Reflexionsprozessen. Diese verbindet Paulun immer wieder mit philosophischen Fragestellungen sowie kunsthistorischen Bezügen, die subtil in die Bildstruktur einfließen.

Charakteristisch für seine Malerei sind die reduzierte Farbpalette, eine präzise Komposition und ein bewusst eingesetzter Umgang mit der Materialität der Ölfarbe. Daraus entstehen Bilder, die weniger auf unmittelbaren Effekt zielen als auf eine nachhaltige, stille Präsenz.

Paulun studierte an der Alanus Hochschule und war Meisterschüler von Prof. Andreas Orosz. In dieser Zeit entwickelte er eine eigenständige künstlerische Position, die genaue Beobachtung mit handwerklicher Souveränität verbindet. Für ihn ist Malerei ein Mittel der Auseinandersetzung - mit dem eigenen Bild ebenso wie mit grundlegenden Fragen von Wahrnehmung und Existenz.

Nico Sawatzki & Christopher Kieling – „Neuland“ Die zweite Ausstellung unter dem Titel „Neuland“ vereint Arbeiten des Regensburger Künstlers Nico Sawatzki und des Berliner Künstlers Christopher Kieling.

Christopher Kielings (*1988) aktuelle Arbeiten entstehen im Zusammenspiel digitaler und malerischer Prozesse. Ausgangspunkt ist häufig kunsthistorisches Bildmaterial, insbesondere aus der Renaissance wie zum Beispiel die Magdalena von Tizian, die er in 3D-Programme überführt, modelliert und weiterentwickelt. Fragmente dieser digitalen Konstruktionen bilden die Grundlage seiner Malerei.

Die Motive bewegen sich dabei bewusst an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion. Bekanntes wird verfremdet, aufgelöst und neu zusammengesetzt, wobei das isolierte Detail in den Fokus rückt.

Kieling verbindet präzise digitale Konstruktion mit kontrollierter malerischer Ausführung. Mit Ölfarbe überlagert er klare Formen mit fließenden Elementen und schafft so Bildräume, die zugleich strukturiert und offen wirken.

Er studierte Grafikdesign am Central Saint Martins College in London - ein Hintergrund, der seine klare, zugleich bewusst ambivalente Bildsprache prägt.

Nico Sawatzki (*1984) verwandelt Malerei in einen Schwebezustand zwischen Erinnerung und Wahrnehmung. Ausgehend von seiner Herkunft aus der Street-Art entwickelt er mit Acryl und Sprühlack vielschichtige Bildräume, in denen sich Konstruktion und Auflösung, Nähe und Ferne, Licht und Dämmerung permanent verschieben. Seine Arbeiten wirken wie atmosphärische Landschaften ohne festen Ort - offen für Projektionen, getragen von intensiver Farbigkeit und einer subtilen räumlichen Spannung.

In einem aufwendigen Schichtprozess entstehen Oberflächen, die er ausbaut verdichtet und wieder auflöst. Gerade diese Bewegung zwischen Setzen und dem bewussten Abtragen von Farbschichten verleiht seinen Werken eine außergewöhnliche Tiefe und persönliche Handschrift. Auch wenn sich in vielen seiner Arbeiten Landschaften erkennen lassen, interessiert Sawatzki nicht das Abbild dieser, sondern der emotionale Nachhall, Stimmungen, Fragmente und Erinnerungen.

Seit 2012 arbeitet der in Regensburg geborene Künstler freischaffend und ist mit Ausstellungen und Sammlungspräsenz international vertreten, unter anderem in den USA, Kanada und Südkorea. Heute verbindet seine Malerei die Direktheit urbaner Herkunft mit einer präzisen, poetischen Bildsprache, die zwischen Abstraktion und Erinnerung eine eigenständige, unverwechselbare Position einnimmt.In der E30 Gallery im Nordend sind aktuell zwei Ausstellungen zu sehen, die die Bandbreite und den Fokus der Galerie auf junge, zeitgenössische Kunst widerspiegeln.

„Reflections“ versammelt neue Arbeiten von Raphael Paulun (*1990). Im Zentrum stehen vor allem seine Selbstporträts, die durch eine ruhige, konzentrierte Bildsprache geprägt sind. Paulun arbeitet dabei konsequent mit dem eigenen Bild - er ist in allen Werken selbst präsent und nutzt das Selbstporträt als Ausgangspunkt seiner malerischen Auseinandersetzung.

Die Motive entstehen aus persönlichen Erinnerungen und inneren Reflexionsprozessen. Diese verbindet Paulun immer wieder mit philosophischen Fragestellungen sowie kunsthistorischen Bezügen, die subtil in die Bildstruktur einfließen.

Charakteristisch für seine Malerei sind die reduzierte Farbpalette, eine präzise Komposition und ein bewusst eingesetzter Umgang mit der Materialität der Ölfarbe. Daraus entstehen Bilder, die weniger auf unmittelbaren Effekt zielen als auf eine nachhaltige, stille Präsenz.

Paulun studierte an der Alanus Hochschule und war Meisterschüler von Prof. Andreas Orosz. In dieser Zeit entwickelte er eine eigenständige künstlerische Position, die genaue Beobachtung mit handwerklicher Souveränität verbindet. Für ihn ist Malerei ein Mittel der Auseinandersetzung - mit dem eigenen Bild ebenso wie mit grundlegenden Fragen von Wahrnehmung und Existenz.

Nico Sawatzki & Christopher Kieling – „Neuland“ Die zweite Ausstellung unter dem Titel „Neuland“ vereint Arbeiten des Regensburger Künstlers Nico Sawatzki und des Berliner Künstlers Christopher Kieling.

Christopher Kielings (*1988) aktuelle Arbeiten entstehen im Zusammenspiel digitaler und malerischer Prozesse. Ausgangspunkt ist häufig kunsthistorisches Bildmaterial, insbesondere aus der Renaissance wie zum Beispiel die Magdalena von Tizian, die er in 3D-Programme überführt, modelliert und weiterentwickelt. Fragmente dieser digitalen Konstruktionen bilden die Grundlage seiner Malerei.

Die Motive bewegen sich dabei bewusst an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion. Bekanntes wird verfremdet, aufgelöst und neu zusammengesetzt, wobei das isolierte Detail in den Fokus rückt.

Kieling verbindet präzise digitale Konstruktion mit kontrollierter malerischer Ausführung. Mit Ölfarbe überlagert er klare Formen mit fließenden Elementen und schafft so Bildräume, die zugleich strukturiert und offen wirken.

Er studierte Grafikdesign am Central Saint Martins College in London - ein Hintergrund, der seine klare, zugleich bewusst ambivalente Bildsprache prägt.

Nico Sawatzki (*1984) verwandelt Malerei in einen Schwebezustand zwischen Erinnerung und Wahrnehmung. Ausgehend von seiner Herkunft aus der Street-Art entwickelt er mit Acryl und Sprühlack vielschichtige Bildräume, in denen sich Konstruktion und Auflösung, Nähe und Ferne, Licht und Dämmerung permanent verschieben. Seine Arbeiten wirken wie atmosphärische Landschaften ohne festen Ort - offen für Projektionen, getragen von intensiver Farbigkeit und einer subtilen räumlichen Spannung.

In einem aufwendigen Schichtprozess entstehen Oberflächen, die er ausbaut verdichtet und wieder auflöst. Gerade diese Bewegung zwischen Setzen und dem bewussten Abtragen von Farbschichten verleiht seinen Werken eine außergewöhnliche Tiefe und persönliche Handschrift. Auch wenn sich in vielen seiner Arbeiten Landschaften erkennen lassen, interessiert Sawatzki nicht das Abbild dieser, sondern der emotionale Nachhall, Stimmungen, Fragmente und Erinnerungen.

Seit 2012 arbeitet der in Regensburg geborene Künstler freischaffend und ist mit Ausstellungen und Sammlungspräsenz international vertreten, unter anderem in den USA, Kanada und Südkorea. Heute verbindet seine Malerei die Direktheit urbaner Herkunft mit einer präzisen, poetischen Bildsprache, die zwischen Abstraktion und Erinnerung eine eigenständige, unverwechselbare Position einnimmt.

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Koo Bona, Philipp-Emanuel Eyrich
Aug.
25
bis 16. Okt.

Koo Bona, Philipp-Emanuel Eyrich

Where Time Settles

25.08.2026 - 16.10.2026
Koo Bona, Philipp-Emanuel Eyrich
Bode Galerie

Bona Koo x Philipp-Emanuel Eyrich - Where Time Settles

Jedes Material trägt seine eigene Geschichte in sich. Es bewahrt Spuren geologischer Prozesse, menschlicher Eingriffe und natürlicher Veränderungen und wird damit zum Träger von Erinnerung, Zeit und Transformation. Die Ausstellung versammelt zwei künstlerische Positionen, die Material nicht als bloßes Mittel der Formgebung verstehen, sondern als eigenständigen Bedeutungsträger. Aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten heraus entwickeln die südkoreanische Künstlerin Koo Bona und der deutsche Bildhauer Philipp Emanuel Eyrich Werke, in denen sich Natur und Konstruktion, Dauer und Wandel sowie organisches Wachstum und menschliches Gestalten in einem vielschichtigen Dialog begegnen.

Die Arbeiten von Koo Bona entstehen in einem langsamen Prozess des Schichtens und Verdichtens. Tusche dringt tief in das traditionelle Hanji-Papier ein und bildet einen dunklen Bildgrund, aus dem Fossilien, Pflanzenformen und geologische Strukturen hervortreten. Gold- und Silberpigmente erzeugen dabei keine dekorativen Akzente, sondern markieren Übergänge zwischen Licht und Dunkelheit, Vergangenheit und Gegenwart. Das Fragment wird zum Sinnbild einer Welt, die sich fortwährend verändert und dennoch Spuren ihres Ursprungs bewahrt. Koo versteht Natur nicht als Landschaft im klassischen Sinne, sondern als lebendigen Kreislauf, in dem Werden und Vergehen untrennbar miteinander verbunden sind.

Auch Philipp-Emanuel Eyrich begreift Material als Speicher von Geschichte. Seine aus Beton geformten Vasen erinnern gleichermaßen an archaische Felsformationen und an die klare Formensprache brutalistischer Architektur. Als eine der ältesten Objektformen der Kunstgeschichte wird die Vase ihrer ursprünglichen Funktion enthoben und als autonome Skulptur neu gedacht. Ihre Oberflächen tragen die Spuren manueller Bearbeitung; Licht und Schatten modellieren die Reliefs immer wieder neu und verleihen den massiven Körpern

eine überraschende Lebendigkeit. Eyrich verbindet natürliche Wachstumsprozesse mit menschlicher Konstruktion und untersucht die fragile Balance zwischen organischer Entwicklung und gebauter Umwelt.

Im Dialog miteinander eröffnen beide Positionen unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe grundlegende Fragestellung. Koo Bona verdichtet Zeit in feinen Schichtungen und transluziden Bildräumen, während Eyrich sie als physische Masse und räumliche Präsenz erfahrbar macht. Was bei Koo in der Tiefe des Papiers sedimentiert, tritt bei Eyrich als plastische Oberfläche hervor. Beide Künstler richten den Blick auf elementare Strukturen – Schichtungen, Erosionen, Verdichtungen und Wachstumsprozesse –, in denen sich die Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur, Vergänglichkeit und Beständigkeit manifestieren. Material wird dabei nicht lediglich zum Träger einer Idee, sondern selbst zum Ausdruck eines fortwährenden Wandels.

So entsteht eine Ausstellung, die weniger von Gegensätzen als von Resonanzen erzählt. Die Werke überschreiten geografische und kulturelle Grenzen und führen vor Augen, dass Erinnerung nicht allein im Menschen verankert ist, sondern ebenso in Materialien, Landschaften und ihren eingeschriebenen Spuren fortlebt. Zwischen Papier und Beton, Fläche und Körper entfaltet sich ein stiller Dialog über die Zyklen des Lebens und die unaufhörliche Transformation der Welt.

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Att Poomtagon
Sept.
3
bis 10. Okt.

Att Poomtagon

Light/A Life Running from the Self's Shadow

03.09.2026 - 10.10.2026
Att Poomtagon
Galerie Perpétuel

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Gruppenausstellung
Sept.
4
bis 30. Okt.

Gruppenausstellung

Die Ausstellung „Gefundene Welten“ versammelt Werke von Kati Jünger im Dialog mit Arbeiten von Pablo Picasso, Henri Matisse, Marc Chagall und Rolf Hans. Über Generationen und Medien hinweg entfaltet sich ein gemeinsames Thema: die Verwandlung der Wirklichkeit in eine persönliche Bildsprache.

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Johanna Reich
Sept.
4
bis 17. Okt.

Johanna Reich

Unter dem Titel "Queen of Never" präsentiert die Galerie Anita Beckers die zweite Einzelausstellung der Kölner Künstlerin Johanna Reich. Gezeigt werden aktuelle Arbeiten, darunter hybride Malereien der Serie "The Colour of Maybe", Zeichnungen aus "SHE-LAND" und selbstfahrende "Bots".

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sophie constanze polheim, Harriet Rabe von Froreich
Sept.
4
bis 17. Okt.

sophie constanze polheim, Harriet Rabe von Froreich

SOLID GHOSTS

04.09.2026 - 17.10.2026
sophie constanze polheim, Harriet Rabe von Froreich
DER MIXER

SOLID GHOSTS untersucht die fragile Grenze zwischen virtueller und realer Welt – jene Schwelle, an der Körperlichkeit scheinbar irrelevant wird und doch immer wieder ihren Platz behauptet. In der Ausstellung treffen zwei künstlerische Positionen aufeinander, die auf sehr unterschiedlich Weise vom Körper, Technologie und Verkörperung erzählen.

Sophie Constanze Pohlheims Arbeiten entstehen u.a. aus verbrannten Autoteilen - Metall ähnlich einer Rüstung, deformierte Strukturen, die als Zeugnisse von Hitze, Zerstörung und Geschwindigkeit fungieren. Diese Fragmente kombiniert die Künstlerin mit Gebilden aus Rosshaar, die wie Werkzeuge der Berührung und zugleich der Verletzung wirken. Pohlheim verankert ihre Installationen in der griechischen Mythologie: Das Feuer, das ihre Materialien gezeichnet hat, verweist auf Prometheus, den Bringer der Flamme, der den Menschen die Technik schenkte – und dafür selbst einem ewigen Schmerz ausgesetzt wurde.

Die Werke oszillieren zwischen technologischem Fortschritt und körperlicher Verwundung. Autounfälle als moderne Rituale des Scheiterns, Spuren eines technoiden Übermuts, berühren hier die Bildsprache von Sadomaso-Praktiken: Schmerz, Disziplin, Grenzüberschreitung. Pohlheims Objekte besitzen eine massive körperliche Präsenz; sie sind zugleich Mahnmal und Metapher – Relikte einer Welt, in der Technologie nicht nur dient, sondern zeichnet, formt, verletzt.

Demgegenüber stehen Harriet Rabe von Froreichs Arbeiten, die die Schnittstelle zwischen digitaler Interaktion, Ritual und menschlicher Fürsorge beleuchten. Ihr Werk „Tarotbot“, entstanden während der Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie, basiert auf einem Austausch über Instagram: Menschen schickten ihr Nachrichten, woraufhin die Künstlerin eine Tarotkarte für sie zog. Diese Karte rekonstruierte sie anschließend mit Alltagsgegenständen aus ihrem Haushalt – sie verkörperte also die Karte im realen Raum. Anschließend formulierte sie eine persönliche, intuitiv orientierte Deutung als kleine Lebenshilfe.

Ihre zweite Arbeit, „Sisybot“, verweist auf den Mythos von Sisyphos: Ein Programm auf einem altertümlichen Computer generiert endlose Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen, um daraus potenzielle Mailadressen zu formen und an diese Nachrichten zu senden – ein absurdes, mechanisches Ringen um Kontaktaufnahme. In beiden Werken wird deutlich, wie von Froreich digitale Praktiken mit menschlichen Bedürfnissen nach Sinn, Kommunikation und Berührung verschränkt und sie in performative, körpernahe Formen überführt.

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Georg Schnitzler
Sept.
4
bis 17. Okt.

Georg Schnitzler

Vater - Mutter - Kind

04.09.2026 - 17.10.2026
Georg Schnitzler
galerie . mühlfeld + stohrer

Vater – Mutter – Kind

Georg Schnitzler · Christel Schnitzler-Steinbach · Gerhard Steinbach

Was eine Familie verbindet, muss nicht ausgesprochen werden. Manchmal hängt es wie in unserem Fall einfach an der Wand.

Zur Frankfurter Saisoneröffnung zeigt die galerie . mühlfeld + stohrer neue Arbeiten von Georg Schnitzler — großformatige Malerei und Zeichnung, die den Menschen zeigt, wie er selten zu sehen ist:

Ohne Erklärung, ohne Pose, ohne Schutz!

Seine Figuren — ausschließlich männlich — stehen meist frontal im Bild. Keine Geste der Stärke, sondern Verletzlichkeit als Zustand.

Schnitzler ist seit 2023 Sociétaire des Salon d'Automne Paris und wird dauerhaft durch die galerie . mühlfeld + stohrer vertreten.

Begleitet werden seine Werke von Arbeiten seiner Mutter, der vielfach ausgezeichneten Künstlerin Christel Schnitzler-Steinbach, und seines Großvaters Gerhard Steinbach — nicht als Retrospektive, sondern als Herkunft, aus der sich seine eigene Arbeit erschließt.

Gerhard Steinbach malte gegenständlich und handwerklich präzise. Zu sehen ist unter anderem ein Porträt seiner Tochter als Kind — das Mädchen mit der Puppe, das später selbst eine bedeutende künstlerische Position entwickeln sollte.

Schnitzler-Steinbach folgte mit ihren großformatigen Öl- und Pastellarbeiten einer strengen geometrischen Formensprache: durchlichtet, ruhig, Raum und Stille organisierend.

Ihre Polaroidserien, in denen wandernde Schatten Zeit und Veränderung sichtbar machen, waren Teil der historischen Polaroid Collection, einer der bedeutendsten fotografischen Sammlungen des 20. Jahrhunderts, die 2008 aufgelöst wurde.

Kontakt:
Kurt Mühlfeld-Hemprich
muehlfeld-stohrer@web.de

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