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Günther Förg


  • Galerie Bärbel Grässlin 46 B Schäfergasse Frankfurt am Main, Hessen, 60313 Deutschland (Karte)

Haus Lange, Krefeld, 1985
Vier Fotografien und ein Spiegel

05.09.2026 - 10.10.2026
Günther Förg
Galerie Bärbel Grässlin

1985 fotografiert Günther Förg (1952–2013) in der Krefelder Wilhelmshofallee 91 das ehemalige Wohnhaus des Seidenfabrikanten Hermann Lange (1874–1942). Realisiert zwischen 1928 und 1930, ist das Haus Lange einer der ersten modernistischen Entwürfe Ludwig Mies van der Rohes (1886– 1969), in dem dieser parallel zur Arbeit am Pavillon für die Weltausstellung 1929 in Barcelona seine Vorstellungen des Neuen Bauens im Privaten erprobt. Anders als Philip Johnson 1947 schreibt, übersteht der Bau den Krieg unbeschadet und wird seit 1955 als Ausstellungsort von den Kunstmuseen Krefeld genutzt.

Warum fährt Förg nach Krefeld? Warum fotografiert er das Haus Lange? Ende der 1970er gibt er das klassische Tafelbild für einige Jahre auf. Die gegebene Architektur wird sein Hauptbezug. In der daraus entstehenden Wandmalerei spitzt er die ästhetische Erfahrung auf das unmittelbare Verhältnis von Raum, Ort und Körper zu. Ab 1981 kommt die Fotografie hinzu. Förg fotografiert modernistische und rationalistische Bauten der 1920er bis 1940er wie die ikonische Villa Malaparte auf Capri und die Palazzi der für 1942 geplanten Esposizione Universale di Roma. In diese grundlegende Reihe früher Architekturfotografien gehören die Aufnahmen von Mies van der Rohes Haus Lange.

Förg machte vom Haus Lange vier monumentale Farbfotografien, die er 1986 im Rahmen seiner Einzelausstellung in der Kunsthalle Bern zeigte. 40 Jahre später stellt die Galerie Bärbel Grässlin diese vier Fotos zum Saisonstart der Frankfurter Galerien erstmals wieder aus. Was einer kleinen Sensation gleichkommt.

Kontakt:
Bärbel Grässlin
mail@galerie-graesslin.de

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