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Galerie Greulich


  • Galerie Greulich 22 Fahrgasse Frankfurt am Main, Hessen, 60311 Deutschland (Karte)

UNBOTHERED?!

04.09.2026 - 17.10.2026
Stella Winter, Wei Zhu, Lara Weiler
Galerie Greulich

Gen Z – wer ist diese Generation eigentlich, was treibt sie umher und wie reagiert sie auf ihre Umwelt? Diese Fragen nerven und trotzdem werden sie immer wieder gestellt, über sich selbst und andere, von außen und über Köpfe hinweg. Die Selbstbefragung in Form von wo stehe ich in dieser Welt, wo gehöre ich hin und wo werde ich mal sein, ist ein zentrales Thema in der Kunst, nicht erst seit heute, sondern schon lange. Jede Generation beantwortet sich diese Frage neu und hier wird es spannend:

UNBOTHERED?! Ein Zustand der Gleichgültigkeit, unbeeindruckt von Kritik und Chaos, nonchalant durch die Welt ziehen – Ist das wirklich die Haltung von Gen Z? Das Fragezeichen ist Leerstelle und Haltung zugleich. Zwischen Weltschmerz und (digitaler) Überforderung fällt Gen Z’s Reaktion post-ironisch aus. Es ist also nie ganz sicher, wie was zu verstehen ist, wie was tatsächlich gemeint war. Auf das Fragezeichen folgt keine Antwort, weil es die (noch) nicht gibt, stattdessen folgt das Ausrufezeichen. Aber in welcher Bedeutung? Will uns die Generation Z warnen oder auffordern oder ist es stummer Ausdruck einer wütenden Generation, die es satt ist, missverstanden zu werden, ohne dass ihnen je wirklich einer zuhört?

Die Gruppenausstellung versteht sich als Einblick in eine neue Malerinnen-Generation, die sich mit einer ganz eigenen Selbstverständlichkeit diesen Fragen widmet, ohne sie explizit versprachlichen zu müssen. Ihre Bilderwelten eröffnen einen ehrlich-intimen Blick auf das Leben einer Generation, von der nur allzu gern behauptet wird zu viel mit sich selbst beschäftigt zu sein. Sowohl Lara Weiler (*1999, Luxemburg), Stella Winter (*1999, Mainz) als auch Wei Zhus (*1996, China) Werke bieten gleichermaßen die Chance sich dieser Frage von einem neuen Blickwinkel aus anzunähern: die Beschäftigung mit sich selbst und dem eigenen Umfeld als Antwort auf eine vorherige Generation, die mehr über die Queen als die eigenen Vorfahren und sich selbst weiß. Das Kreisen um das eigene Selbst kann sich als selbstverständliche Reaktion lesen, in einer Welt in der einem alles offen steht und alles jederzeit vorbei sein könnte. Eben jene kulturelle Ambivalenz zwischen ungerührt und bekümmert sein zeigt sich bei allen drei Positionen auf ihre je eigene Art und Weise, ohne Auflösung und ohne Antwort. Was bleibt ist das popkulturelle Ausrufezeichen.

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