Johannes Rochhausen
24.04.2026 – 03.06.2026
Galerie Leuenroth
Johannes Rochhausen entwickelt seine Malerei aus dem Atelier heraus – nicht nur als Motiv, sondern als komplexen Bildraum, in dem Wahrnehmung, Referenz und Inszenierung ineinandergreifen. Seine Interieurs zeigen vertraute Konstellationen aus Möbeln, Arbeitsgeräten und Alltagsgegenständen, die in präzise austarierten Kompositionen zu Trägern einer konzentrierten, atmosphärischen Dichte werden. In den jüngeren Arbeiten erweitert Rochhausen dieses Repertoire: Das Stillleben tritt stärker hervor, ebenso kunsthistorische Bezüge, die über Bücher, Reproduktionen und visuelle Zitate in den Bildraum eingeschrieben werden. Parallel dazu öffnen sich die Bildräume architektonisch – etwa im Motiv des Treppenhausfensters, dessen ornamentale Struktur und gefiltertes Licht eine neue formale und symbolische Ebene einführen. Der Künstler bleibt dabei konsequent abwesend und ist doch in jeder Setzung präsent. Rochhausens Malerei bewegt sich im Spannungsfeld von genauer Beobachtung und bewusster Konstruktion: Sie zeigt das Atelier nicht als dokumentarischen Ort, sondern als vielschichtiges Gefüge, in dem sich Sehen, Erinnern und malerisches Denken überlagern.
Galerie Leuenroth
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