Sarah Geppert
24.04.2026 – 03.06.2026
EIn Paar Blumen, ein paar Bilder
Galerie Greulich
Sarah Geppert mäandert zwischen Naivismus und Raffinesse. Und das inhaltlich wie formal. Ihre Gemälde springen mit einer Flächigkeit und entschiedenen Farbigkeit von der Wand. Große Formen sieht man. Der Tisch, der Liegestuhl, der Wäschekorb – alles tendiert zur reinen Form im Bild. Assoziationen an David Hockney und Henri Matisse werden wach. Aber nicht als Adaption, sondern als malerische Diskussionsgrundlage, die zu neuen Erkenntnissen führt.
Gepperts Formen geben dem Alltäglichen eine gewisse Würde. Nicht zuletzt auch einen gewissen Witz. Was hier widersprüchlich klingt, übersetzt die Ambivalenz des Lebens, die den Bildern innewohnt, in Sprache. Genau das macht diese Gemälde so gehaltvoll: Sie lösen bei den Betrachterinnen und Betrachtern Gedanken an Momente oder Gefühle aus.
Für die Arbeiten in dieser Ausstellung warf Sarah Geppert viele Blicke in die Fotoalben der Familie. Bei dem Blick nach hinten wurde ihr klar, wie weit das Jetzt, ihr Jetzt, geprägt ist vom Vergangenen. Rollenbilder in der Familie, das Selbstverständnis als Mutter. Erinnerungen sind wie Blumen – die werden schnell welk. Aber man kann sie festhalten. In Fotoalben. In Gemälden. Und jetzt, ganz neu bei Sarah Geppert: in Keramik. Für diese Ausstellung hat sie eine Serie kleiner Blumenstillleben aus Ton geschaffen. Vergängliches, das bleibt. Ein paar Blumen, ein paar Bilder.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit einem Interview mit der Künstlerin und einem Text von Wolfgang Ullrich, einem der derzeit wichtigsten Kunsthistoriker im deutschsprachigen Raum.
Galerie Greulich
Fahrgasse 22
60311 Frankfurt am Main
T. +49 69 680 961 29 I +49 172 102 50 73
E. info@galerie-greulich.de